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Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) liebt nasse, mystische Tage. Dann kommt er aus seinen Verstecken hervor, beeindruckt mit seiner einzigartigen schwarz gelben Färbung in verschiedenen Variationen.
Früher war er vielerorts häufig – heute ist er stark gefährdet. Ein aus Asien eingeschleppter Hautpilz (Batrachochytrium salamandrivorans) breitet sich in Europa aus und lässt ganze Populationen verschwinden.
Was du beim Feuersalamander beachten solltest:
– Nicht anfassen! Seine Haut sondert ein Gift ab, das beim Menschen Hautreizungen verursachen kann – und jede Berührung stresst das Tier.
– Hunde bitte anleinen! Das Gift kann auch für sie gefährlich sein.
– Wanderstiefel reinigen: Der Salamanderpilz kann über verschmutzte Sohlen weitergetragen werden.
Als Symbol der Lebensfreude und der Leichtigkeit des Sommers sind die meisten Falter bei uns allseits beliebt und erfreuen uns durch ihren Tanz und ihre Farben während ihrer oft recht kurzen
Lebenszeit.
Seit Kindheitstagen begleiten uns Schmetterlinge. Vermutlich sind sie für jedes Kind das erste faszinierende Insekt, das durch ihr buntes, umherflatterndes Erscheinungsbild wahrgenommen wird.
Spätestens beim ersten Verliebtsein begegnen sie uns als "Schmetterlinge im Bauch" wieder.
Und wer sich wie ich glücklich schätzen kann, verliert nie so richtig das Interesse an diesen einzigartigen Geschöpfen, sondern möchte immer mehr erfahren und tiefer in die Thematik einsteigen.
Von majestätischen Familiennamen wie Ritterfaltern oder Edelfaltern, über Bezeichnungen der Tagfalter wie Waldportier, Apollo oder Admiral zu den teils lustig anmutenden Familiennamen der Nachtfalter wie Spanner, Spinner und Glucken. 😄
Im Folgenden möchte ich euch eine Auswahl unserer heimischen Schmetterlinge vorstellen, die ich in unserer Marburger Region schon getroffen habe. Ich hoffe, auch diese Sammlung noch weiter ausbauen zu können. Besonders Raupen fehlen mir noch.
Mittlerweile gibt es ca. 4000 Arten in Mitteleuropa, weltweit sogar 160.000 Arten. Es werden immer noch neue Arten entdeckt, dafür sterben aber auch manch andere aus oder sind stark gefährdet.
Die Nächte werden langsam wärmer. Wäre es nicht wunderbar jetzt im Wald auf kleine, funkelnde Wesen zu treffen, die dort umherfliegen und selten geworden sind? Natürlich ist hier die Rede von unseren Glühwürmchen - oder auch Leuchtkäfern. Nur einen zu sehen, bereitet uns meist schon eine große Freude! Stell dir vor, du betrittst einen Wald, wo sie plötzlich überall um dich herum schweben - wie kleine Sterne. Wie im Märchen. Rund um die Mittsommernächte 21. Juni bis 24. Juni ist ihre magische Flugzeit. Sie leuchten in etwa nur 5-10 Tage, ehe sie einen Partner finden, sich fortpflanzen und danach sterben. Den Leuchteffekt nennt man Biolumineszenz. Mit etwas Glück kannst du zur richtigen Zeit am richtigen Ort die kleinen Wunder der Natur entdecken. In feuchten Auenwäldern und an Waldrändern ab ca. 22 Uhr, wenn es fast dunkel ist und noch angenehm warm. Diese besondere Atmosphäre fotografisch festzuhalten, ist nicht leicht. Auch nicht mit einer guten Kamera. Denn nichts kann den magischen Moment so gut ersetzen, wie selbst vor Ort gewesen zu sein. 💚
Microchiroptera
Die geheimnisvollen Wesen der Nacht, die kopfüber in Höhlen schlafen, galten lange Zeit als Symbol der Unterwelt, des Todes und sogar des Teufels. Heute erfreut sich die Fledermaus wieder eines
besseren Rufes.
In Marburg wird der Fledermaus-Schutz sehr groß geschrieben.
Das Marburger Land bietet dank seiner Vielseitigkeit und zahlreicher Schutzgebiete vielen Fledermausarten ausgezeichnete Lebensbedingungen - als Brutstätten, Jagdreviere oder Sommer- und Winter-Quartiere. Das Marburger Schloss zum Beispiel ist das größte Winterquartier der Zwergfledermaus in ganz Deutschland. Hier ist sogar ein "Bat-Detektor" aufgestellt, an dem man die Fledermausrufe hören kann.
Außer an den nachfolgend beschriebenen Orten, bewohnen die Fledermäuse auch den Dachstuhl des Michelchens, die Elisabethkirche, die Cappeler Stollen (ehemalige Eiskeller der Marburger Brauerei) und die Tannhäuser Stollen in der Nähe der Waggonhalle.
Mopsfledermaus
Barbastella barbastellus
Sie zählt zu den sehr seltenen Fledermausarten und wiegt nur 7 bis 10g. Sie tragen eine einheitlich dunkle Färbung. Ihr Lebensraum ist der Wald, vereinzelt sind aber auch Hecken oder Gärten möglich. Quartiere werden bevorzugt in naturnahen und strukturreichen Wäldern mit hohem Alt- und Totholzanteil gesucht.
Sie steht auf der Roten Liste der stark gefährdeten Arten. In Marburg kommt sie z.B. am Marburger Rücken vor. Sie ist Fledermaus der Jahre 2020-2021.
Bechsteinfledermaus
Myotis bechsteinii
Sie wird als seltene Art eingeordnet und steht ebenfalls auf der Roten Liste.
Wie die Mopsfledermaus liegt ihr Gewicht zwischen 7 und 10g. Ihr Markenzeichen sind auffällig lange, abstehende Ohren. Sie trägt ein verschiedenfarbiges Fellkleid von braun über rotbraun bis beige oder grau. Ihr bevorzugter Lebensraum sind Eichenwälder. In Marburg nutzen sie den Dammelsberg als Wochenstube und Jagdrevier. Auch das Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet "Kleine Lummersbach" bietet dank des alten Baumbestandes hervorragende Lebensbedingungen für sie.
Zwergfledermaus
Pipistrellus pipistrellus
Die Zwergfledermaus zählt zu den sehr häufigen Arten und ist mit 3 bis 7g viel leichter und kleiner als andere Fledermäuse. Sie hat sehr kleine, runde Ohren und dunkelbraunes bis rotbraunes Fell.
Sie sucht sich Quartiere in Baumhöhlen, Felsspalten und Gebäuden. Ansonsten ist sie bei der Wahl ihres Lebensraumes nicht sehr anspruchsvoll und lebt oft auch in Innenstädten. Trotz ihrer Häufigkeit steht auch sie auf der Roten Liste durch langfristig starken Rückgang.
Quartiere am Marburger Rücken
Alte Bunkeranlagen am Marburger Rücken nahe des Naturfreundehauses am Ortsausgang der Marbach nutzen Fledermausarten wie die Mopsfledermaus, die Bechsteinfledermaus und das Große Mausohr als
Winterquartier.
Dieses Gebiet ist Bestandteil des Flora-Fauna-Habitat (FFH) – Gebiet „Lahnhänge zwischen Biedenkopf und Marburg“ und erfüllt als naturnahes Waldgebiet mit vielfältiger Waldstruktur die speziellen Lebensraumansprüche von Fledermäusen.
„Die Fledermaus“
von Johann Wilhelm Ludwig Gleim,
deutscher Anakreonitiker, Epigramm- und Fabeldichter
Quartiere am Dammelsberg
Als Teil des Schutzgebietes „Dammelsberg und Köhlersgrund“ ist besonders die Kuppe des Dammelsberg durch den alten Eichenbestand hervorzuheben. Das viele Alt- und Totholz und die mittlerweile entstandenen Baumhöhlen, sind nicht nur für Hirschkäfer ein wertvoller Lebensraum. Auch bedrohten Fledermausarten bietet das bewaldete Gebiet geeignete Brutstätten und Jagdrevier wie zum Beispiel der Bechsteinfledermaus. Zusätzliche Fledermauskästen unterstützen dabei.
Einst stand hier im 13. Jahrhundert die "Cassenburg", von der aber heute nichts mehr zu sehen ist.
Seit Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Dammelsberg bereits als Waldpark für die Marburger Bürger genutzt.
Das Betreten des Kernbereiches wird allerdings durch akute Lebensgefahr von herabfallenden Ästen nicht empfohlen.
Hilfe für die Nachtschwärmer
Wer selbst Fledermäuse im eigenen Garten oder Dachboden hat, oder sie ansiedeln möchte, kann mit einfachen oder auch aufwändigeren Maßnahmen die kleinen Tiere unterstützen. Bevor Umbaumaßnahmen stattfinden, sollte man zuerst mögliche Quartiere ausschließen, oder diese sogar mit einplanen. Ausführliche Informationen findet ihr hier.
Quellen:
"Die Fledermäuse Europas kennen, bestimmen, schützen", C. Dietz & A. Kiefer, 2014, Stuttgart
www.marburg.de
www.nabu.de
